Kurztrip Gardasee – Teil 2

Glaubt bloß nicht, dass ihr für die Umrundung des Stausee’s Vernagt nur 1,5 Stunden braucht. Wir sind keine schnellen Wanderer. Oft sind wir stehen geblieben, damit ich meine Fotos machen kann. Insgesamt haben wir 4 Stunden gebraucht und waren danach recht platt. Umrundet haben wir den See übrigens im Uhrzeigersinn. Start war an der Staumauer.

Blick vom Ufer direkt an der Staumauer
Ein Blick hinter die Kulissen

Wir wollten die Runde um den See eigentlich gar nicht drehen und dachten auch, dass wir bei der Rundfahrt mit dem Auto ein Tag davor schon alles gesehen hatten. Die andere Seite des Sees hielt aber einige Überraschungen für uns bereit.

Der Staudamm – Leider gesperrt durch eine Baustelle
Der Überlauf des Sees, zum Ersten…
…und zum Zweiten…

Der Überlauf des Sees hat mich am meisten beeindruckt. Man kann online ja so einiges recherchieren. Ich wusste auch, wie es aussieht, wenn das Wasser darin abläuft, allerdings wirken sie real nochmal deutlich größer. Ich würde tippen, dass der obere Durchmesser rund 10 Meter beträgt.

…und zum Dritten
Eine alte Seilrutsche

Nach circa einer Stunde kamen wir zu einem schattigen Plätzchen am Waldrand. Dort waren die Reste einer alten Seilrutsche und einer Hütte zu sehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass beides nicht mehr benutzt wurde, zumindest würde ich der Rutsche nicht mehr trauen.

Der holprige Wanderweg

All zu entspannt ist der Wanderweg im Übrigen nicht. Die Strecke verläuft nur selten komplett eben und ohne Stolperfallen. Ständig verläuft der Weg hoch und runter. Umso verwunderlicher ist die Angabe der 1,5 Stunden Dauer für eine Umrundung. Ich hatte am nächsten Tag guten Muskelkater in den Oberschenkeln.

Wer mich findet, darf mich behalten…
Kleiner Zwischenstop am Ufer

Auf circa halber Strecke verbrachten wir eine halbe Stunde am Ufer, um zu Kräften zu kommen und die wundervolle Atmosphäre zu genießen. Davor verlief ein kleiner Weg durch den Wald. Da Regen- und Gletscherwasser an allen möglichen Stellen die Berge hinabfließen, kommt es hin und wieder vor, dass sich kein klarer Bach bildet, sondern sich das Wasser teils ober- und teils unterirdisch seinen Weg sucht. Wir standen nämlich auf einmal in einer Art Sumpfgebiet und sauten uns unsere Turnschuhe gewaltig ein, inklusive nasser Füße. Das Wetter war gut und somit trocknete es sehr schnell wieder. Angenehm war es trotzdem nicht.

Die erste und zugleich größte Hängebrücke dort

Am südwestlichen Ende des Sees, kamen wir zu der größten Brücke der Gegend. Hier trafen wir auch zuerst vermehrt auf andere Wanderer. Bis dahin waren wir mehr oder weniger alleine unterwegs. Ich musste leider zusehen so schnell wie möglich über die Brücke zu kommen, da diese doch heftiger schaukelte, als ich vom Anblick dieser ausgegangen war.

Der Abschnitt danach war der steilste überhaupt. Hier ging es holprig sehr steil den Berg hoch, allerdings auch recht schnell wieder angenehm abwärts.

Die zweite Hälfte der Wandertour war meist sehr flach verlaufend und somit auch nicht mehr so kräftezehrend.

Die zweite, letzte und etwas kleinere Brücke der Tour

Ab hier ließen wir uns viel Zeit für die restlichen paar Hundert Meter. So viel Zeit, dass wir uns auch mal auf eine Parkbank setzen konnten und ich erneut meinen Graufilter ausprobieren konnte.

Im Hintergrund war auch schon der Ort zu sehen, der zugleich unser Ziel war. Weit war es nun nicht mehr. Ein kleines Highlight überraschte uns allerdings trotzdem noch am Wegrand.

Eine kleine Lamafamilie

Wir staunten nicht schlecht, als wir auf einmal eine kleine Lamafamilie, bestehend aus vier Lamas. Vielleicht weniger eine einfache Familie, als eher eine Patchworkfamilie. Erstaunt hat mich auch, dass sie so sehr an den Menschen gewöhnt waren. Das wir uns nur zwei Meter von ihnen entfernt auf dem Wanderweg bewegten, schien den Tieren überhaupt nichts auszumachen. Am vierten Part dieser Familie liefen wir sogar so knapp vorbei, das ich hätte nach ihm greifen können. Ich hatte nur Angst angespuckt zu werden.

Schließlich erreichten wir unser Auto am Startpunkt neben dem Staudamm und machten uns auf den Weg zu unserer zweiten Etappe unseres Kurztrips.

Nach zwei Stunden Fahrt Richtung Süden, erreichten wir dann schließlich unsere Hauptunterkunft. Das Hotel Riva del Sol in Moniga del Garda.

Riva del Sol
Eingangsbereich des Hotels

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