Kurztrip Gardasee – Teil 1

Unsere Hochzeit letztes Jahr ist schon wieder fast ein Jahr her. Wir wollten uns zum Hochzeitstag etwas Besonderes gönnen. Wir hätten auch einfach nur essen gehen können, allerdings zog es uns in das schöne Italien.
Zu Weihnachten hatten wir einen mydays-Gutschein geschenkt bekommen, den wir einlösen wollten. Hierzu schauten wir uns die Auswahl an Hotels auf deren Homepage an und orientierten uns per Google-Maps. Wir wollten natürlich ein Hotel an einer möglichst schönen Lokation buchen. Wir wurden in Südtirol fündig. Die Gemeinde hieß „Schnals“. Das Hotel war in dem Ort „Unsre Frau“. Also, der Ort hieß wirklich so. Das Besondere an diesem Ort ist, dass dieser unmittelbar in der Nähe eines Stausees lag. Dieser See hieß „Vernagt“. Wir fanden die Bilder des Hotels sehr ansprechend. Nichts abgehobenes, sondern sehr rustikal und einladend. Die Bewertungen waren ebenfalls sehr gut. Über Google Streetview liefen wir dann virtuell einmal halb um den See. Schon hier erkannten wir, dass dieser Ort etwas ganz besonderes ist.
Geplant war eine Übernachtung. Anschließend wollten wir zum Gardasee weiterreisen. Theoretisch fährt man von uns 4 Stunden zum Hotel in Tirol. Wir entschlossen uns allerdings, durch Österreich über den Fernpass und Landstraßenabschnitte zu fahren. Diese Art der Route nahm mehr Zeit in Anspruch, bot aber etwas fürs Auge und für mich persönlich gab es unheimlich viel zum Fotografieren.

Unsere komplette Route zum Gardasee verlief entlang folgender Haltestellen:

  • Filderstadt
  • Vils
  • Reutte Highline 179
  • Zugspitzblick am Blindsee
  • Nauders
  • Wenns
  • Fließ
  • Graun
  • Unser Frau im Schnalstal (eine Übernachtung)
  • Moniga del Garda (3 Übernachtungen)
Stop bei einer Tankstelle bei Vils

Bei Reutte fuhren wir zur dort bekannten Hängebrücke – der Highline 179. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit hochzufahren, da der Lift noch geschlossen war.

Eine kleine Kapelle unterhalb der Reutte Highline 179

Am Zugspitzblick hat man, wie der Name schon sagt, einen sehr schönen Blick auf die Zugspitze. Es lohnt sich sehr früh anzukommen, dann ist das Gedränge nicht so groß. Die Sicht war leider nicht so gut, da es sehr bewölkt war. Somit hatten wir auch keinen freien Blick auf die Zuspitze. Sehr schade. Die Aussicht war trotzdem genial.

Hier darf man sogar Bilder mit echtem Bilderrahmen mit korrekter Ausrichtung zur Zugspitze machen. So ne richtige Touristenattraktion.

Nauders
Eine von vielen kleinen Hütten am Straßenrand bei Wenns
Ein alter rostiger Anhänger

Unser vorübergehender Parkplatz in einer Ausweichbucht am Straßenrand mitten im Wald. Die Straßen waren hier so eng, dass ohne diese Buchten die Fahrzeuge kaum aneinander vorbeikamen.

Als wir in Graun ankamen, kam mir alles zuerst wie ein normaler See vor. Bis wir dann an dieser Kirche vorbeifuhren. Ein Kirchturm mitten im Wasser. Einfach so. Erst da war mir dann klar, dass es sich um einen Stausee handelte, und der Turm zu einem Dorf gehörte, dass damals umgesiedelt und dann geflutet wurde.

Graun

Wir fuhren weiter in Richtung unseres ersten Hotelaufenthalts bis wir schließlich ankamen. Das 3-Sterne Berghotel Tyrol.

Der Blick aus unserem Hotelzimmer

Bei unserer Ankunft schüttete es wie aus Kübeln. Wir waren also gezwungen zuerst einzuchecken, das Gepäck aufs Zimmer zu tragen und uns ein wenig auszuruhen. Eigentlich keine schlechte Idee weil wir beide extrem müde waren, da wir bereits seit 4 Uhr morgens auf den Beinen waren. Also für ein paar Stunden ab ins Bett. Wir hatten ja Zeit.

Nach 3 Stunden sofortigem Tiefschlaf, entschlossen wir uns, mit dem Auto den Stausee abzufahren und nach schönen Anhaltepunkten Ausschau zu halten. Die östliche Seite konnte man umfahren. Die westliche nur zu Fuß begehen. Am Ende des Sees fanden wir sehr versteckt einen schönen Aussichtspunkt.

Aussichtspunkt am Stausee „Vernagt“

Die Farbe des Sees muss man mit eigenen Augen gesehen haben. So Türkis war nicht mal das Meerwasser in Kuba. Allerdings waren die Temperaturen deutlich unter denen in der Karibik. Ich bin nicht reingesprungen. Nur meine Hand hab ich an einem Ufer mal reingestreckt. Baden? Nein, danke!

Die Straße östlich um den Stausee herum.

Kleine Abstecher zu Fuß konnten wir uns dann doch nicht verkneifen. Die Neugier war zu groß und die Umgebung zu schön.

Abends gab es noch ein leckeres Abendessen mit großzügigem Salat und verschiedenen Nudeln. Dazu noch einen leckeren Nachtisch. In dem Hotelstübchen gönnten wir uns, quasi zur Eröffnung unseres Kurzurlaubs, noch ein paar Drinks. Verrückt war die Vielfalt der Getränke, die man dort bestellen konnte. Dort gab es eine Vielzahl von Grappa, Rum, Whiskey, Cocktails und Gin. Ich verbiss mich in einen jamaikanischen braunen Rum – der Hurricane Dark Rum. Der perfekte Abschluss des ersten Tages.

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