Unsere Route – Ostküste Australiens

Australien. Der siebte Kontinent. Flächenmäßig größer als die Europäische Union. Hier leben im Schnitt 3 Einwohner pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 231. Die Bevölkerungsdichte in Australien ist also gering. Selbst in einer Metropole wie Sydney fühlt man sich nicht wie in einer. Die Menschen, die in Queensland leben, haben richtig viel Platz. Als Tourist muss man hier allerdings große Strecken zurücklegen, wenn man was zu sehen bekommen möchte. Wir beschlossen 3 Wochen mit einem Camper durchs Land zu fahren. Als Abschluss unseres Australienurlaubs flogen wir von Cairns nach Sydney und verbrachten dort unsere letzten vier Tage.

Unterwegs mit dem Camper

Unterwegs waren wir mit einem Apollo Hitop. Bei diesem Camper handelt es sich um ein recht kleines Gefährt, ähnlich groß wie ein VW-Bus. Dieser bot uns einen Essbereich im hinteren Teil des Fahrzeugs, den man abends in ein Bett für zwei Personen umbauen konnte. Mittig befand sich die Küche mit Spüle, Kühlschrank, Waschbecken, Mikrowelle und Herdplatte. Auf eine Dusche und ein WC haben wir bewusst verzichtet. Ich würde auch jedem anderen raten, ebenfalls ohne Dusche und WC auf Tour zu gehen. Erstens: Ohne WC und Dusche ist der Camper wesentlich kleiner und somit um einiges günstiger. Zweitens: Man hat auf der Route im Osten die freie Auswahl zwischen unzählig vielen, sehr gut ausgestatteten und preisgünstigen Campingplätzen. Drittens: Ein kleineres Gefährt ist einfacher zu navigieren und zu handhaben. Um vor oder während der Fahrt nach Campingplätzen recherchieren zu können, benutzten wir die Smartphone App WikiCamps. Unterwegs findet man viele Raststätten mit Toiletten. Man muss sich hier ganz klar von den Vorstellungen der deutschen Raststätten lösen.

Geplante Aufenthalte

Möchte man die Ostküste in 3 Wochen mit einem Camper bereisen, bleibt man entweder nur ein oder zwei Tage am gleichen Ort oder muss mit enorm langen Fahrten rechnen, um die komplett geplante Strecke bewältigen zu können. Somit planten wir vorab eine Route mit folgenden Stops:

  • Brisbane (Ankunft)
  • Scarborough nach 30 min. Fahrt
  • Noosa Heads (Teil 1 und Teil 2) nach 1,5h Fahrt
  • Hervey Bay nach 2,5h Fahrt
  • Fraser Island (Ausflug)
  • Woodgate nach 1,5h Fahrt
  • Agnes Water nach 2h Fahrt
  • Cape Hillsborough nach 7h Fahrt
  • Airlie Beach nach 1,5h Fahrt
  • Charters Towers nach 4h Fahrt
  • Mission Beach nach 4,5h Fahrt
  • Ellis Beach nach 2,5h Fahrt
  • Cairns nach 30 min. Fahrt
  • Sydney (Inlandsflug)

Übernachtungen

Anfangs war unser Zeitplan noch relativ straff. Wir wollten unbedingt vermeiden gegen Ende unserer Reise zeitlich in Bedrängnis zu geraten. Somit haben wir an den meisten Stops nur eine Nacht verbracht. Für die Fahrten zu den Aufenthalten haben wir uns sehr viel Zeit gelassen, unplanmäßige Stops eingelegt oder leichte Abweichungen der geplanten Route in Kauf genommen, um einen Nationalpark, einen Zoo, einen Strand, eine Stadt oder einen anderen interessanten Ort zu besuchen. Mehr als eine Nacht haben wir in Noosa Heads (2 Nächte), Hervey Bay (2 Nächte), Airlie Beach (2 Nächte), Ellis Beach (3 Nächte) und Cairns (2 Nächte) verbracht.

Highlights

Weyba Creek in Noosa Heads

Noosa Heads ist ein traumhaft gelegenes Städtchen. Hier findet man viele Kanäle, Flüsse und auch das Meer. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten in Queensland, ist Noosa Heads nicht menschenleer. Die Gegend ist voller Restaurants, Campingplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Strände. Besonders empfehlenswert ist der sogenannte „Coastal Walk“. Hier hat man die Wahl zwischen fünf verschiedenen Routen gestaffelt nach Länge und Schwierigkeit. Wir hatten uns für den längsten Kurs entlang der Küste entschieden und haben es nicht bereut.

Kangaroo Auffangstation in Agnes Water

In Queensland gibt es viele Auffangstationen für angefahrene oder anderweitig verletzte Kangaroos. Häufig müssen auch von totgefahrenen Muttertieren das noch lebenede Baby aus dem Beutel gerettet und großgezogen werden. Eine sogenannte „Kangaroo Sanctuary“ besuchten wir in Agnes Water.

Am Strand von Fraser Island

Fraser Island. Die größte Sandinsel der Welt. Hier trifft man auf unberührte Natur. Wir entschlossen uns für eine geführte Tour über die Insel. Dafür wurden wir von einem Bus direkt am Campingplatz aufgesammelt und auf einem geländetauglichen Bus per Fähre auf die Insel gebracht. Zu Fuß läuft man hier kurze Zeit mitten durch den Regenwald, wadet durch einen glasklaren Fluss, fährt auf Sand durch die Wälder, beobachtet Dingos und badet im kristallklaren Lake McKenzie.

Die Badelagune in Airlie Beach

Airlie Beach war für uns hauptsächlich der Ausgangspunkt für den Ausflug zum Whitehaven Beach. Dieser Ort hat aber sonst auch einiges zu bieten. In Strandnähe findet man eine künstlich angelegte Lagune – Die Airlie Beach Lagoon. Hier kann klein und groß entspannen. In unmittelbarer Nähe findet man viele Souvenirshops, Restaurants und Eisdielen.

Whitehaven Beach im Whitsunday Island National Park

Whitehaven Beach, ein östlich gelegener Strand der Whitsunday Islands. Der vermutlich weißeste Sandstrand der Welt. Durch den hohen Siliziumgehalt des Sandes erhitzt sich dieser trotz starker Sonneneinstrahlung nicht und bleibt stattdessen angenehm kühl. Barfuß über diesen Sand zu laufen ist ein herrliches Gefühl. Hier leben unzählige kleine Krebse, die wie riesen Teppiche über den Strand ziehen.

Ellis Beach Oceanfront Bungalows Campingsplatz

Wir hatten eine sehr lange Fahrt mit dem Camper hinter uns, als wir relativ spät am Ellis Beach ankamen. Hier her hat es uns nur hin verschlagen gehabt, weil die Rezeption eines anderen Campingplatzes nicht mehr besetzt war und wir verzweifelt nach einem freien Platz für uns und unseren Camper suchten. „Ellis Beach Oceanfront Bungalows“ hieß unsere Rettung. Wir hatten einen Stellplatz direkt am Strand. Und ganz nebenbei war es der schönste Strand, den ich in meinem Leben jemals gesehen hatte.

Auf sämtliche Orte unserer Tour durch Queensland einzugehen, würde wohl den Rahmen sprengen. Hierzu folgen weitere Beiträge mit den besten Bildern, die ich dort jeweils gemacht hatte.

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