Noosa – Australien (Teil 2)

Wir wollten noch mehr sehen. Allerdings waren wir sehr kaputt von der Wanderung am Vortag. Deshalb beschlossen wir, es etwas ruhiger angehen zu lassen und fuhren bequem mit dem Camper in die Innenstadt – Noosa Heads. Hier ist im Vergleich zu anderen Orten ein bisschen was los. Um einen einigermaßen vernünftigen Parkplatz zu bekommen, stellten wir uns auf einen öffentlichen Parkplatz neben dem Lions Park. Wir standen mit unserem Camper eine halbe Stunde auf diesem Parkplatz, bis uns von einem anderen Besucher eine freie Stelle übergeben wurde. Ob das an dem Tag unseres Besuchs außergewöhnlich war, können wir nicht beurteilen. Wir denken allerdings, dass wir es mit einem für Noosa normalen Verkehrsaufkommen zu tun hatten.

Aromas Restaurant & Bar Noosa

Die Suche nach einem freien Stellplatz lohnt sich allerdings sehr. Jeder der ein bisschen was für einen Stadtbummel übrig hat, wird in Noosa Heads auf jeden Fall fündig. Hier gibt es viele interessante Restaurants, Souvenirshops, Eisdielen und Bars. Sehr positiv ist, dass man sich in einigen Restaurants an die frische Luft setzen kann, trotzdem aber von extremer Sonneneinstrahlung oder Regen geschützt wird. Der Aufenthalt wird einem somit so angenehm wie möglich gemacht.

Aromas Restaurant & Bar Noosa

Einer der bekanntesten Restaurants bzw. Bars ist das Aromas Restaurant & Bar Noosa. Leider wollten wir uns das Geld für den Besuch und das Essen dort sparen, aber bei diesem Restaurant soll es sich um ein extrem bekanntes Geschäft in Noosa gehandelt haben.

Diese Art von Bäumen mit seinen großen länglichen Schoten, findet man überall in Noosa. Leider gelingt es mir absolut nicht den Namen dieses Baums herauszufinden. Auch die Google Bildersuche blieb erfolglos. Über eine Info, um welchen Baum es sich genau handelt, wäre ich sehr dankbar.

Der Weg zum Noosa Main Beach.

Am Ende der Hastings Street, die parallel zum Noosa Main Beach verläuft, kommt man direkt zu einem etwas größeren Park. Hier hat man die Möglichkeit, sich im Schatten etwas von der extremen Sonneneinstrahlung Australiens zu schützen.

Noosa Main Beach – Blickrichtung Norden

Die Strände in Australien sind einzigartig. Kaum eine Menschenseele ist dort anzutreffen. Der Grund für die Einsamkeit an solchen Stränden ist der, das in dem Fall des Noosa Main Beach der Strand circa ein Kilometer lang ist. Oberhalb des Noosa Main Beach wird der Strand vom Noosa River unterbrochen. Dahinter liegen weitere 50 Kilometer Strand. Sand so weit das Auge reicht. Bei solchen Dimensionen verteilen sich die Menschen sehr stark. Somit sitzen ein paar Hundert Leute am untersten Teil des Main Beach, während 50 Meter weiter keiner mehr anzutreffen ist. Für Menschen, die den Kontakt zu anderen Menschen suchen, sicher nicht die erste Wahl. Für Diejenigen, die ihre Ruhe haben möchten, aber perfekt.

Noosa Main Beach – Blickrichtung Süden

Wie den Bildern zu entnehmen ist, waren wir nicht am östlichen Ende des Strandes unterwegs sondern sind weiter westlich aus einem Park Richtung Meer gelaufen.

Noosa – Australien (Teil 1)

Noosa wird vom Noosa River und Lake Weyba durchzogen.

„Die unbekannten Wege sind die Geschenke des Lebens.“

Weisheit der Ureinwohner Australiens

Egal ob wir uns nun im Internet oder Oldschool über gedruckte Reiseführer informiert haben. Die Aussage war immer die Gleiche. Noosa muss man gesehen haben. Dieser Ort war, nachdem wir in Brisbane gelandet waren und eine Nacht in Scarborough verbracht hatten, unsere dritte Station. Und wir waren gespannt!

wie auf dem Land

Als wir das Ortschild von Noosa passierten, fiel einem die Schönheit direkt auf. Die Hauptstraße war nicht zu breit. Ganz viele Querstraßen führten weg in die jeweiligen Wohngebiete. Es war angenehm ruhig hier, trotzdem gab es eine umfangreiche Infrastruktur. Noosa war auch der Ort an dem wir das erste Mal ein spezielles Geschäft besuchten, an dem man ausschließlich Alkohol kaufen konnte. Sogenannte Liquid Stores.

Alkoholprobleme

In Australien ist der Umgang mit Alkohol etwas anders, wie in Deutschland. Alkoholische Getränke kann man in einem gewöhnlichen Supermarkt nicht kaufen, sondern muss dafür in separate Shops. Zusätzlich wird Alkohol in Australien mit einer heftigen Steuer belegt. Eine Flasche Jack Daniels kostet dort um die 50 australische Dollar. Umgerechnet ungefähr 32 Euro. Eine Flasche Wein schlägt mit mindestens 10 Euro zu Buche. Den billigsten Tetrapack-Wein kann man aber, entgegen der Vermutungen, recht gut trinken. Die dritte Eigenschaft bezüglich Alkohol in Australien ist, dass das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit streckenweise verboten ist. Erwischt man euch in einer Verbotszone mit einer geöffneten Alkoholflasche, kostet es euch bis zu 500 Dollar. Zigaretten bilden übrigens keine Ausnahme. Eine große Schachtel kostet dort 30 Dollar. Das Rausschnippen eines Zigarettenstummels aus dem Auto, wird mit bis zu 2000 Dollar geahndet. Angesichts der Dürrezeiten und der damit einhergehenden Brandgefahr, sind solch drastische Maßnahmen verständlich.

Positiv ist, dass viele Restaurants einen sogenannten „BYO“-Service („bring your own“) anbieten. Das heißt, du bist berechtigt, in solche Restaurants deinen eigenen Alkohol mitzubringen. Von den Kellnern wird dieser sogar auf Wunsch für dich kalt gestellt.

Platzprobleme

Ursprünglich wollten wir im „Noosa River Holiday Park“ einchecken. Leider mussten wir feststellen, dass dieser bereits komplett ausgebucht war. Wir entschieden uns dann für zwei Nächte im „Noosa Caravan Park“. Wie sich im Nachhinein herausstellte, die bewertungstechnisch sogar bessere Alternative.

Noosa Caravan Park. Blick von unserem Frühstückstisch.

Wir unternahmen abends noch einen Trip in die Stadt. Auf die Suche nach etwas zu essen. Schließlich haben wir uns in einen Italiener gesetzt und beide Pizza gegessen. Meine hatte einen ungewöhnlich dicken Boden und wurde mit Barbecue Soße verfeinert. Außergewöhnlich, aber gut. Ob man jetzt in Australien unbedingt Pizza essen sollte, weiß ich im Nachhinein auch nicht. Aber ein Fehler war es unserer bescheidenen Meinung nach nicht.

Australian Peeling. Ein Vogel, dem man häufig im Park begegnet.

Fokussierprobleme

3 Uhr nachts und ich musste aufs Klo. Also leise aus dem Camper schleichen und Richtung Toilette laufen. Eine kleine Taschenlampe ist empfehlenswert, wenn man nachts unterwegs ist. Die Umgebung ist doch eher dunkel. Auch auf Campingplätzen.

Ich stand dann also mitten in der Nacht vor unserem Camper und sah mich um. Über mir ein Sternenhimmel, den ich so in dieser Form noch nie gesehen hatte. Man denkt nicht nur: „Oh. Schöner Sternenhimmel.“ Nein. Man kommt sich vor wie Teil einer schlechten Hollywoodkulisse für einen viel zu kitschigen Schnulzenfilm zu sein. Einfach unfassbar! Kaum vorstellbar, wie intensiv die Sterne mitten im Outback leuchten würden. Ich habe zwar direkt meine Frau wecken müssen und auch meine Kamera samt Stativ aufgestellt, leider traf mich die Sternenfotografie sehr unerwartet, so dass ich die richtigen Einstellungen für Kamera und Objektiv nicht wusste. Zum recherchieren war es mir auch zu spät. Das ich mich darüber vorher nicht informiert hatte, ist eine Tatsache, über die ich mich heute noch sehr ärgern könnte.

Gewichtsprobleme

An unserem zweiten Tag hatten wir lange im Voraus bereits einen Coastal Walk durch den Noosa National Park geplant.

Map der verschiedenen Wanderrouten im Noosa National Park.
Quelle: http://howmanymiles.co.uk/wp-content/uploads/2016/08/noosa-map.jpg

Wir entschieden uns für die 5,4 km lange Küstenstrecke (hier in blau dargestellt – Route 4). Diese startete bei der Laguna Bay, verlief vorbei an der Tea Tree Bay, über die Granite Bay, vorbei am Hell’s Gate zur Alexandria Bay. Zum Schluss verlief die Strecke etwas versetzt zur Küste zum Sunshine Beach.

Ich hatte etwas Schiss, weil meine Fotoausrüstung mit samt Drohne an diesem Tag nicht fehlen durfte, sie aber für so lange Strecken eigentlich zu schwer war. Trotzdem probierte ich es und ich sollte es nicht bereuen.

Start der Küstenstrecke war in der Nähe der Laguna Bay.

Wer Angst vor Begegnungen mit Schlangen hat, wird größtenteils mit über dem Boden schwebenden Holzpfaden in Sicherheit gewogen. Das man der ein oder anderen Schlange begegnet, ist unter normalen Umständen nämlich gar nicht so unwahrscheinlich.

Ein kleiner, ins Meer mündende Fluss in der Nähe von der Tea Tree Bay.

Im Bereich der Tea Tree Bay wurden wir von einer kleinen Schlange, die über unseren Pfad kroch überrascht. Leider war sie viel zu schnell, als das ich hier meine Kamera schnell genug aus dem Rucksack hätte holen können. Soweit ich es aber erkennen konnte, handelte es sich um eine ungefährliche Baumschlange, die in Australien häufig zu sehen war.

Die Eukalyptuswälder.

Entlang der Strecke kamen wir an unzähligen Eukalyptuswäldern vorbei. Immer wieder waren hier Hinweisschilder am Wegrand zu finden, auf denen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass eventuell ein Koala gesichtet werden kann. Leider hatten wir kein Glück und konnten mit dem bloßen Auge nichts erkennen. In der Regel sitzen diese auch zu weit in den Baumkronen, getarnt von Eukalyptusblättern. Auch mein Telezoomobjektiv reichte als Vergrößerung zum Suchen nicht aus.

Tea Tree Bay mit einer Ansammlung von Steinmännchen.
Der bereits etwas höher gelegene Weg kurz vor dem Hell’s Gate.

Zeitprobleme

Da wir uns sehr viel Zeit für Bilder genommen hatten, mussten wir den bereits erschreckend tiefen Stand der Sonne realisieren.

Hell’s Gate. Seinen Namen hat diese Bucht auf Grund der extremen Strömungen und den messerscharfen Felsen.

Auf halber Strecke, am Hell’s Gate legten wir eine kurze Drohnenpause ein. Hier sind auch viele Greifvögel bei der Jagd zu beobachten. Ein Fernglas ist dann aber notwendig, um etwas genaueres erkennen zu können. Auch sind in diesem Bereich viele Schildkröten zu beobachten.

Hell’s Gate mit einem wunderbaren Blick auf die Alexandria Bay.
Alexandria Bay beim Sonnenuntergang.

In der Alexandria Bay hatten einige, vielleicht etwas lebensmüde Surfer ihren Spaß. Baden ist hier allerdings nicht gestattet, wegen zu starken Strömungen und unterirdischen Felsen, an denen man sich schwer verletzen könnte. Die Sonne verschwand in diesem Moment bereits beinahe hinter dem Horizont. Wir mussten uns also etwas beeilen.

Tranferprobleme

Am Ende der Route wird man mit einem atemberaubenden Blick auf den Sunshine Beach belohnt.

Gerade noch so rechtzeitig schafften wir es noch bei Tageslicht an den gewünschten Zielort. Dennoch mussten wir die letzten paar hundert Meter rennen, um den letzten Bus noch zu bekommen, der uns zurück zu unserem Campingplatz brachte.

Problemlos zufrieden & glücklich

Wir saßen äußerst zufrieden im Bus und freuten uns über den perfekten Tag. Bei solchen Wanderungen wird einem beim Betrachten auf Google Maps erst richtig klar, wie riesig Noosa und wie lang die Strände tatsächlich waren.

Ein absolutes Highlight unseres Trips durch Australien. Ab diesem Moment vermuteten wir nicht mehr länger, dass unser Urlaub etwas ganz besonderes werden würde. Wir wussten es. Und wir waren gespannt auf alle kommenden Eindrücke.

Känguruprobleme

Eine Sache enttäuschte uns allerdings: Wir waren nun schon 3 Tage auf australischem Boden und hatten noch kein einziges lebendes Känguru in freier Wildbahn gesehen. Allerdings um so mehr totgefahrene am Straßenrand. Wir beschlossen zumindest, ab diesem Tag die Augen offen zu halten und vielleicht auch mal auf die Suche nach diesen einzigartigen Beuteltieren zu gehen.

Die richtige Fotoausrüstung für den Urlaub

Ich kann die Leute verstehen, die nur noch mit ihrem Smartphone Bilder machen. Man hat es immer dabei und die Bilder sind verhältnismäßig gut. Für viele, so auch für mich, reicht das allerdings nicht. Ich erwarte von einer Kamera einen festen und sicheren Griff und ein Bedienkonzept, dass blind, während man durch den Sucher guckt, bedienbar bleibt. Knöpfe mit gutem Druckpunkt. Kein Touch. Klappdisplay für mehr Flexibilität. Austauschbare Akkus für eine höhere Lebensdauer und, ganz wichtig, eine Kamera, die die Bilder so einfängt, wie sie in Realität aussehen, ohne unmittelbar nach dem Auslösen bereits zu Verfälschen.

Die Frage welche Ausrüstung man in den Urlaub mitnimmt, ist für Leute, die mit dem Smartphone fotografieren schnell geklärt. Das Smartphone. Nimmt wenig Platz weg und erfüllt für diese Zielgruppe mehr als gut seinen Zweck. Aber was ist mit den Hobbyfotografen, die mehr von einem Fotoapparat erwarten?

Weniger ist mehr

Bevor die Entscheidung, welche Ausrüstung mitgenommen wird, getroffen werden kann, ist es wichtig zu reflektieren, welche Art von Urlaub ich machen möchte. Wird es ein Strandurlaub auf Mallorca, eine Safaritour in Kenia, ein Campertrip in Norwegen oder eine Kreuzfahrt in der Karibik?

Bei den meisten Urlauben würde ein Weitwinkel- und ein Portraitobjektiv völlig ausreichen. Auf einer Safari ist hingegen ein Zoomobjektiv Pflicht, da man hier meistens in Trucks gefangen ist und damit durch die Steppen gefahren wird. Aber sonst heißt es: Weniger ist mehr!

Bin ich’n Packesel?

Die entscheidenste Frage ist: Wie, wie oft und für wie lange muss ich meine Fotoausrüstung durch die Gegend schleppen. Verwende ich für den Transport einen Rucksack, eine Messengertasche, einen Koffer oder eine einfache Tragetasche? Ein Strandurlaub ist hier wohl am wenigsten problematisch. Selbst ein Koffer voller Kameras und Objektiven kann im Hotelzimmer verstaut werden. Aber bei einem Wanderurlaub, bei dem man überwiegend durch die Landschaften streift, bringt einem der Koffer voller Objektive auf dem Hotelzimmer wenig. Niemand geht mit einem Koffer spazieren oder wandern. Sollte man mit einem Camper reisen und man befindet sich den ganzen Tag nicht in der Nähe des Campers, weil ein Ausflug geplant ist, möchte ich dann eine Fotoausrüstung im Wert von mehreren Tausenden Euros unbeaufsichtigt im Camper lassen? Oder in einem Mehrbettzimmer auf Kuba, das man womöglich nicht mal abschließen kann?

Wenn man schon einen Koffer voller Equipment in den Urlaub mitnimmt, kann man mit einem zusätzlichen Rücksack die anstehenden Trips im Hotelzimmer planen und dann nur das einpacken, was man benötigt. Dabei sollte ich mir die Frage stellen, welche Objektive ich für den Ausflug tatsächlich brauchen könnte. Brauch ich hierfür ein 35 mm, ein 50 mm, ein 70 mm und gleichzeitig ein 50-120 mm Zoomobjektiv? Benötige ich überhaupt ein Zoomobjektiv? Reicht ein Weitwinkel- und ein 50 mm Festbrennweite vielleicht aus? Oder doch nur ein einziges Reiseobjektiv?

Ich bin übrigens ein Fan von Festbrennweiten. Überlegende Schärfe und extrem kompakte Bauform. Zwei Vorteile, die sich für mich auszahlen.

Absolut „umwerfende“ Technik

Um zu verdeutlichen, wovon ich spreche, möchte ich euch von meinen Erfahrungen erzählen. Meine Ausrüstung war folgende:

  • Canon EOS 6D (680g)
  • Canon EOS 600D (517g)
  • EF 70-200 mm f2.8L IS II USM (1490g)
  • EF 16-35 mm f4L IS USM (617g)
  • EF 50 mm f1.8 STM (159g)
  • Großes Stativ (1000g)
  • 15 Speicherkarten mit Mappe
  • Insgesamt 2 Ersatzakkus
  • Verschlusskappen für Objektive und Kameras
  • Rucksack (200g)

Das bedeutet, meine Kameraausrüstung wog 4663 Gramm. Knapp 5 Kilo. Wenn ihr jetzt einen Rucksack mit 5 Kilo auf den Rücken schnallt und damit den ganzen Tag unterwegs seid, fühlt sich der Rucksack abends, wenn ihr wieder nach Hause oder ins Hotelzimmer kommt, wie 25 Kilo an. Eines Tages war ich in Potsdam unterwegs und wollte Bilder von verschiedenen Schlössern machen. Ich hatte zusätzlich, über den Tag verteilt, etwas zu wenig getrunken. Ende vom Lied: Ich bin zusammengebrochen. Wirklich. Ich musste so langsam ich noch konnte auf die Knie gehen, den Rucksack absetzen, gefühlt einen Liter auf Ex trinken und konnte keinen einzigen Schritt mehr vorwärts gehen. Meine Frau musste den Rucksack weitertragen. Jetzt ratet mal, wie oft ich mein 1,5 Kilo schweres Telezoomobjektiv ausgepackt und damit ein Foto geschossen hab? Korrekt, gar nicht. Ich dachte mir immer: Man weiß ja nie, welches Objektiv man benötigen wird. Vielleicht sehe ich ja ein Eichhörnchen oder einen schönen Vogel.

Die zweite Erfahrung in diese Richtung machte ich bei einem Coastal Walk in Noosa, Australien. Mit dem Unterschied, dass ich zusätzlich noch eine Drohne in einer separaten Tasche dabei hatte. Zusammengebrochen bin ich hier Gott sei Dank nicht, aber nach dieser Tour habe ich mir selbst geschworen, meine Fotoausrüstung komplett zu überdenken und auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Freiwilliger Cut

Ich war sehr zufrieden mit meinem Equipment. Vor allem das 70-200 mm Objektiv machte fantastische Aufnahmen. Trotzdem entschied ich mich für einen Herstellerwechsel. Zumindest teilweise.

Das Telezoomobjektiv mit samt der Canon EOS 600D wurde verkauft. Von dem Geld kaufte ich mir eine Fujifilm x-t2 mit 23 mm Festbrennweite. Bei den meisten Fototouren, die ich in jüngster Zeit unternommen hatte, hatte ich immer nur noch die Fujifilm Kamera mit 23 mm Objektiv, das kleine Stativ, die Ersatzakkus, die Speicherkarten und die Verschlusskappen dabei.

  • Fujifilm x-t2 (508g)
  • Fujinon XF 23 mm f2 R WR (181g)
  • Kleines Stativ (100g)
  • 15 Speicherkarten mit Mappe
  • Ersatzakku
  • Verschlusskappen für Objektiv und Kamera
  • Messenger Tasche (150g)

Macht ein Gesamtgewicht von 939 Gramm. Nicht mal ein Kilo.

Diese Konstellation ist so befreiend und erleichtert meinen Rücken in so einem großen Maße, dass ich heute auch mit dem Gedanken spiele, meine zweite Canon Kamera und Weitwinkelobjektiv zu verkaufen. Einzig und allein die Abbildungsleistung und die gelungene Kombination von Vollformatsensor und Ultraweitwinkelobjektiv, halten mich von diesem Schritt ab. Aber was bringt einem das gute Gesamtpaket, wenn man sie eh nie dabei hat?

Unfreiwilliger Cut

Als ich ein Bild vom Stuttgarter Fernsehturm machte, ließ ich meine Tasche mit samt Inhalt auf der Busspur zurück. Stativ, Speicherkarten, Verschlusskappen, Ladegerät und Ersatzakku. Somit wurde meine Ausrüstung weiter auf ein Minimum reduziert. Essentielle Dinge wie Ladegerät und die Tasche an sich, musste ich natürlich sofort ersetzen, wenn ich vor hatte, weiter Bilder zu schießen. Wie es dazu kam, dass ich einfach meine Tasche auf der Straße stehen lasse, kann ich mir bis heute nicht erklären. Ich bin nur froh, dass mir meine Hauptkamera um den Hals hing und die Zweitkamera zuhause war…

Meine aktuelle Ausrüstung (Foto mit iPhone 6s gemacht)

Die Einschränkungen

Welche Nachteile ergeben sich nach diesen freiwilligen und unfreiwilligen Abstrichen für mich? Nicht viele. Wenn ich näher an ein Objekt heran möchte, laufe ich näher heran. Möchte ich, wie vorher mit dem Weitwinkelobjektiv, einen breiteren Bereich einfangen, laufe ich weiter weg. Situationen an denen ich mein Telezoomobjektiv vermisst hätte gab es so gut wie keine. Zumindest bis jetzt nicht.

Trotz Verlust doppelter Gewinn

Wer vorher immer nur mit einer Spiegelreflex fotografiert hat und dann zu einem spiegellosen System wechselt, erlebt so einige aha-Erlebnisse. Schnelleres und leiseres Auslösen, digitaler Sucher in dem man Einstellungsergebnisse direkt beim Moment des Durchsehens erkennen kann. Alles Dinge, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Am meisten freut mich aber meine Bewegungsfreiheit und den dadurch gewonnen inneren Trieb, raus zu gehen und Bilder zu machen. Sonst wäre ich wohl, aus Angst vor den Strapazen, lieber zuhause auf der Coach verweilt.

Die Leute, die mit dem Smartphone ihre Bilder schießen, werden die Probleme mit dem zu schweren Gepäck nicht verstehen und da sie ihre Kamera immer dabei haben, sind sie quasi immer in der Lage Bilder zu schießen, wenn sich gerade ein außergewöhnliche, witzige oder atemberaubende Situation ergibt und man sie unbedingt fotografieren muss.

Die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Korrekt. Außer man hat vor, einfach die Tasche stehen zu lassen. Wenn man dann, wie in meinem persönlichen Fall, von der neu kennengelernten Technik ohne Spiegel so begeistert ist, ist das für einen Hobbyfotograf ein doppelter Gewinn.

Unsere Route – Ostküste Australiens

Australien. Der siebte Kontinent. Flächenmäßig größer als die Europäische Union. Hier leben im Schnitt 3 Einwohner pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 231. Die Bevölkerungsdichte in Australien ist also gering. Selbst in einer Metropole wie Sydney fühlt man sich nicht wie in einer. Die Menschen, die in Queensland leben, haben richtig viel Platz. Als Tourist muss man hier allerdings große Strecken zurücklegen, wenn man was zu sehen bekommen möchte. Wir beschlossen 3 Wochen mit einem Camper durchs Land zu fahren. Als Abschluss unseres Australienurlaubs flogen wir von Cairns nach Sydney und verbrachten dort unsere letzten vier Tage.

Unterwegs mit dem Camper

Unterwegs waren wir mit einem Apollo Hitop. Bei diesem Camper handelt es sich um ein recht kleines Gefährt, ähnlich groß wie ein VW-Bus. Dieser bot uns einen Essbereich im hinteren Teil des Fahrzeugs, den man abends in ein Bett für zwei Personen umbauen konnte. Mittig befand sich die Küche mit Spüle, Kühlschrank, Waschbecken, Mikrowelle und Herdplatte. Auf eine Dusche und ein WC haben wir bewusst verzichtet. Ich würde auch jedem anderen raten, ebenfalls ohne Dusche und WC auf Tour zu gehen. Erstens: Ohne WC und Dusche ist der Camper wesentlich kleiner und somit um einiges günstiger. Zweitens: Man hat auf der Route im Osten die freie Auswahl zwischen unzählig vielen, sehr gut ausgestatteten und preisgünstigen Campingplätzen. Drittens: Ein kleineres Gefährt ist einfacher zu navigieren und zu handhaben. Um vor oder während der Fahrt nach Campingplätzen recherchieren zu können, benutzten wir die Smartphone App WikiCamps. Unterwegs findet man viele Raststätten mit Toiletten. Man muss sich hier ganz klar von den Vorstellungen der deutschen Raststätten lösen.

Geplante Aufenthalte

Möchte man die Ostküste in 3 Wochen mit einem Camper bereisen, bleibt man entweder nur ein oder zwei Tage am gleichen Ort oder muss mit enorm langen Fahrten rechnen, um die komplett geplante Strecke bewältigen zu können. Somit planten wir vorab eine Route mit folgenden Stops:

  • Brisbane (Ankunft)
  • Scarborough nach 30 min. Fahrt
  • Noosa Heads nach 1,5h Fahrt
  • Hervey Bay nach 2,5h Fahrt
  • Fraser Island (Ausflug)
  • Woodgate nach 1,5h Fahrt
  • Agnes Water nach 2h Fahrt
  • Cape Hillsborough nach 7h Fahrt
  • Airlie Beach nach 1,5h Fahrt
  • Charters Towers nach 4h Fahrt
  • Mission Beach nach 4,5h Fahrt
  • Ellis Beach nach 2,5h Fahrt
  • Cairns nach 30 min. Fahrt
  • Sydney (Inlandsflug)

Übernachtungen

Anfangs war unser Zeitplan noch relativ straff. Wir wollten unbedingt vermeiden gegen Ende unserer Reise zeitlich in Bedrängnis zu geraten. Somit haben wir an den meisten Stops nur eine Nacht verbracht. Für die Fahrten zu den Aufenthalten haben wir uns sehr viel Zeit gelassen, unplanmäßige Stops eingelegt oder leichte Abweichungen der geplanten Route in Kauf genommen, um einen Nationalpark, einen Zoo, einen Strand, eine Stadt oder einen anderen interessanten Ort zu besuchen. Mehr als eine Nacht haben wir in Noosa Heads (2 Nächte), Hervey Bay (2 Nächte), Airlie Beach (2 Nächte), Ellis Beach (3 Nächte) und Cairns (2 Nächte) verbracht.

Highlights

Weyba Creek in Noosa Heads

Noosa Heads ist ein traumhaft gelegenes Städtchen. Hier findet man viele Kanäle, Flüsse und auch das Meer. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten in Queensland, ist Noosa Heads nicht menschenleer. Die Gegend ist voller Restaurants, Campingplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Strände. Besonders empfehlenswert ist der sogenannte „Coastal Walk“. Hier hat man die Wahl zwischen fünf verschiedenen Routen gestaffelt nach Länge und Schwierigkeit. Wir hatten uns für den längsten Kurs entlang der Küste entschieden und haben es nicht bereut.

Kangaroo Auffangstation in Agnes Water

In Queensland gibt es viele Auffangstationen für angefahrene oder anderweitig verletzte Kangaroos. Häufig müssen auch von totgefahrenen Muttertieren das noch lebenede Baby aus dem Beutel gerettet und großgezogen werden. Eine sogenannte „Kangaroo Sanctuary“ besuchten wir in Agnes Water.

Am Strand von Fraser Island

Fraser Island. Die größte Sandinsel der Welt. Hier trifft man auf unberührte Natur. Wir entschlossen uns für eine geführte Tour über die Insel. Dafür wurden wir von einem Bus direkt am Campingplatz aufgesammelt und auf einem geländetauglichen Bus per Fähre auf die Insel gebracht. Zu Fuß läuft man hier kurze Zeit mitten durch den Regenwald, wadet durch einen glasklaren Fluss, fährt auf Sand durch die Wälder, beobachtet Dingos und badet im kristallklaren Lake McKenzie.

Die Badelagune in Airlie Beach

Airlie Beach war für uns hauptsächlich der Ausgangspunkt für den Ausflug zum Whitehaven Beach. Dieser Ort hat aber sonst auch einiges zu bieten. In Strandnähe findet man eine künstlich angelegte Lagune – Die Airlie Beach Lagoon. Hier kann klein und groß entspannen. In unmittelbarer Nähe findet man viele Souvenirshops, Restaurants und Eisdielen.

Whitehaven Beach im Whitsunday Island National Park

Whitehaven Beach, ein östlich gelegener Strand der Whitsunday Islands. Der vermutlich weißeste Sandstrand der Welt. Durch den hohen Siliziumgehalt des Sandes erhitzt sich dieser trotz starker Sonneneinstrahlung nicht und bleibt stattdessen angenehm kühl. Barfuß über diesen Sand zu laufen ist ein herrliches Gefühl. Hier leben unzählige kleine Krebse, die wie riesen Teppiche über den Strand ziehen.

Ellis Beach Oceanfront Bungalows Campingsplatz

Wir hatten eine sehr lange Fahrt mit dem Camper hinter uns, als wir relativ spät am Ellis Beach ankamen. Hier her hat es uns nur hin verschlagen gehabt, weil die Rezeption eines anderen Campingplatzes nicht mehr besetzt war und wir verzweifelt nach einem freien Platz für uns und unseren Camper suchten. „Ellis Beach Oceanfront Bungalows“ hieß unsere Rettung. Wir hatten einen Stellplatz direkt am Strand. Und ganz nebenbei war es der schönste Strand, den ich in meinem Leben jemals gesehen hatte.

Auf sämtliche Orte unserer Tour durch Queensland einzugehen, würde wohl den Rahmen sprengen. Hierzu folgen weitere Beiträge mit den besten Bildern, die ich dort jeweils gemacht hatte.

Privater Internetauftritt – 5 Gründe gegen soziale Netzwerke

Photographil. Mein eigener Blog. Endlich. Ich finde viel mehr Menschen sollten ihre eigene Homepage verwalten und gestalten, anstatt sich ausschließlich den sozialen Netzwerken zu unterwerfen.

Wie geht man also vor? Wo möchte man präsent sein? Was sollte auf jeden Fall vermieden werden. Wie soll das Ganze dann aussehen?

Soziale Medien können eine Rolle spielen. Einige würden sagen, sie müssen eine Rolle spielen. Es gibt allerdings einige Gründe nicht komplett auf soziale Netzwerke zu setzen. Fünf von ihnen – die für mich schwerwiegendesten Punkte – möchte ich hier für euch aufführen.

Anmeldebarriere

Jedes Netzwerk ist darauf bedacht, dass der Nutzer ein Nutzerkonto einrichtet. Ob kostenlos oder nicht, der Anwender muss immer mehr oder weniger Daten eingeben und sich damit den Zugang zum Netzwerk erkaufen. Extrem viele Inhalte sind für einen Außenstehenden nicht sichtbar. So können potenzielle Leser einen Beitrag innerhalb eines Netzwerkes manchmal nicht mal lesen, geschweige denn bewerten oder kommentieren. Das Internet und dessen Inhalte sollte allerdings ein freier Ort sein, in dem keiner bevorzugt oder ausgeschlossen wird.

Keine Individualität

Möchtest du einen Beitrag bei Facebook posten, gibt es gewisse Einstellungen, die du vornehmen kannst. So kannst du den Beitrag für bestimmte Personen unsichtbar schalten, die Schriftgröße ändern oder ein Bild bzw. Link hinzufügen. Die Individualität ist aber begrenzt. So ist jeder Beitrag, jedes Profil oder jede Seite der anderen sehr ähnlich. Einen Beitrag oder Bild einrahmen – nicht möglich. Eine komplett andere Schriftart verwenden – nicht möglich. Einen blinkenden Link einfügen – nicht möglich.
Instagram ist zwar eine super Plattform für User, die Fotos posten möchten, können diese aber leider auch nur mit den bekannten Einschränkungen nutzen. Das Raster der Bildergalerie sieht auf dem Profil gleich aus. Immer drei Bilder nebeneinander. Das Profilbild immer oben links in einer runden Maske. Besitzt man keinen Business-Account, ist sogar die Angabe weiter Informationen über einen selbst enorm eingeschränkt. Auch hier ist es enorm schwierig sich von der Masse abzuheben.

Erstelle ich eine eigene Homepage, kann ich selbst entscheiden, ob ich eine Designvorlage verwende, alles komplett selbst gestalte, ein vorhandenes Design abänder oder eine Firma beauftrage, mir eine Seite zu erstellen. Genauso kann ich zu einem späteren Zeitpunkt das bisher verwendete Design über den Haufen werden und mir ein neues aussuchen, erstellen oder erstellen lassen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Werbung

In unserer heutigen Welt spielt die Werbung eine riesige Rolle. Firmen wie Google sind mit ihrem Geschäftsmodell mit der Werbung zu einem der wertvollsten Firmen angewachsen, die auf der Welt zu finden sind. Nachvollziehbar, wenn man sich vor Augen hält, dass die Werbung uns immer und überall im Internet oder auf der Straße umgibt.Halte ich mich in einem sozialen Netzwerk auf, bin ich der Werbung ausgeliefert. Unzählige Firmen verdienen so an mir. Wenn die Werbung auch noch per Pop-up-Fenster genau den Bereich verdeckt, den ich gerade lese, sorgt die eigentlich harmlose Werbung für Frust beim Leser. Sowas will keiner.
Eine eigene Homepage gestalte ich entweder komplett werbefrei oder ich platziere Werbung in dem Maße und an den Stellen, an denen ich es für richtig halte und habe den netten Nebeneffekt, selbst an ihr zu verdienen.

Abhängigkeit

Einer der wichtigsten Punkte für mich, warum ich mit meiner eigenen Homepage gerne mein eigener Herr bin, ist die Unabhängigkeit. Man stelle sich vor, man hat Tausende oder vielleicht sogar Millionen von Fans. Das eigene Profil wird von Hunderten Bildern, Videos oder Stati geschmückt. Und dann beschließt das soziale Netzwerk die Pforten zu schließen. Dann ist alles weg. Deine Beiträge, deine Bilder, deine Videos, deine Anhänger und deine Fans. Für Influencer quasi der Supergau. Für die Anwender der damaligen Plattformen myspace oder StudiVZ ist dieses Szenario Realität geworden. Auch facebook ist vor dem Absturz nicht sicher. Das Argument, dass bei einem Untergang einer Plattform immer eine neue existiert, die die Zügel weiterhin in die Hand nimmt, ist natürlich richtig. Allerdings ist ein Umzug eines schon Jahre lang existierenden Profils auf eine andere Seite nur sehr schwer zu vollziehen, wenn sogar unmöglich. Man fängt quasi von vorne an. Auch die Leser, Fans und deine privaten Freunde müssen sich erst wieder neu auf deinem Profil der neuen Webseite finden. Der Verlust von einer Großen Leserschaft ist nicht auszuschließen, da vielen das neue Netzwerk vielleicht gar nicht gefällt oder es eventuell mehr als nur eine Alternative von sozialem Netzwerk gibt.

Datenschutz

Die schwerwiegendsten Punkte gegen Facebook und Instagram sind die Datenschutzbedenken, die in den letzten Monaten immer wieder in den Medien zu lesen sind. Da ist die Rede von 1,5 Millionen ausgelesenen E-Mail-Kontaktlisten ohne Zustimmung des Users, unverschlüsselt gespeicherte Passwörter von Nutzern die von Facebook-Mitarbeitern eingesehen werden können, Daten-Deals mit Netflix, Spotify und Yahoo in dem besagte Firmen Zugriffssonderrechte eingeräumt wurden oder zu weit reichende Zugriffsrechte von externen Apps. Durch diese und viele weitere Negativschlagzeilen hat Facebook und somit Instagram als auch WhatsApp längst das Vertrauen der Nutzer verspielt. Ganz darauf zu verzichten wäre sinnvoll, allerdings nicht so einfach. Man hat die Wahl zwischen kommunikativer Isolation oder Akzeptanz all dieser Nachteile der sozialen Medien.

Gibt es auch positives zu berichten?

So viele negative Punkte, die gegen die Nutzung von Facebook und Instagram sprechen, gibt es auch viel Licht, wo es viel Schatten gibt. Die Nutzung von diesen Webseiten ist denkbar einfach und absolut ohne jegliche IT-Kenntnisse möglich. Innerhalb von wenigen Minuten steht das Gerüst des Profils. Genauso schnell und einfach lassen sich diese verwalten. Eine Story auf Instagram oder Facebook ist extrem schnell und nur mit Hilfe eines Smartphones und einer Apps möglich. Leute die sehr viel posten, können dies schnell und einfach tun. Die Nutzung ist, auch wenn die Zahlung mit Daten nicht unterschätzt werden sollte, komplett kostenlos und somit für jedermann möglich. Außer die Registrierung ohne Hürden. Warum Facebook und Instagram so erfolgreich sind lässt sich somit also nachvollziehen. So wie oft ist es so, dass der bessere Weg nicht immer der bequemere ist.

Alternativen haben es schwer

Twitter, Pinterest, Nebenan oder Vero sind nur ein paar der Alternativen. Allerdings ist die Nutzerzahl dieser Netzwerke nicht ansatzweise so hoch wie bei Facebook und somit der Wirkungsgrad niediger. Was macht man in einem Netzwerk, in dem man die Hälfte der Freunde nicht finden kann? Macht sowas Sinn? Für die Nutzer, denen es nicht hundertprozentig um Reichweiten, sondern viel mehr ums Prinzip geht, Facebook nicht nutzen zu wollen, werden es mit der Nutzung der Alternativen einfacher haben.

Und was nun…?

Eine bisher nicht erwähnte Alternative ist noch diese, ganz gezielt komplett auf soziale Netzwerke zu verzichten. Ratsam wäre die Überwachung der eigenen Nutzungszeiten und diese langsam und kontrolliert zu reduzieren. Es kann ungemein befreiend sein zu wissen, dass man durch den Verzicht von sozialen Medien, und der dadurch gewonnen Zeit, sich seinen komplett eigenen Dingen zuwenden zu können. Das Maß der Dinge, in wie weit man die sozialen Medien nun verwendet oder ausschließt, muss jeder selbst für sich entscheiden.